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Aus Biowiki Heidelberg
Die Fachschaft Biologie Heidelberg - Wer sind wir?
Praktisch gesehen, handelt es sich bei der Fachschaft um ein Rudel engagierter BiologiestudentInnen, die unter dem Wort Studium etwas mehr verstehen als den reinen Lehrbetrieb und die versuchen wollen, die Bedingungen unter denen man sich an dieser Uni mehr oder weniger unaufhaltsam auf ein Examen zu bewegt, möglichst positiv zu gestalten. Fachschaftsarbeit kann tatsächlich hin und wieder das Eine oder Andere bewegen und da sich das Ganze in einem freundlichen, aufgeschlossenen Team abspielt, macht das nebenbei auch noch Spaß.
Die Fachschaft vertritt alle Studierenden der Biologie in Heidelberg. Unter anderem sitzen Fachschaftsmitglieder im Fakultätsrat und in der Studienkommission, also in den Gremien, in denen entschieden wird, wie Ihr studiert. Unsere Aufgabe ist es, sozusagen als Vermittler zwischen Studierendenschaft und Dozentenschaft zu fungieren. Unser Hauptanliegen bei all dem bleibt natürlich die Verbesserung des Studiums insgesamt, sowohl auf Fakultätsebene als auch auf Universitätsebene und politischer Ebene durch Mitwirkung in der FSK (Fachschaftskonferenz).
Bio-Studiengänge – ein kurzer Überblick
Biologie in Heidelberg – was für Möglichkeiten stehen mir offen? Heidelberg bietet mittlerweile mehrere verschiedene Studiengänge an, die sich mit dem Thema Biologie beschäftigen:
- - Bachelor Biowissenschaften
- - Biologie (Lehramt), Bio LA
- - Master of Science, Molecular Biosciences
- - Molekulare Biotechnologie (Bachelor / Master), MoBi oder MoBiTech, BSc / MSc
- - Molekulare Zellbiologie (Bachelor), MoZeBi oder MZB BSc (läuft aus, keine Studienanfänger mehr)
- - Biologie (Bachelor), kurz: Bio BSc (läuft aus, keine Studienanfänger mehr)
Falls ihr euch für den Studiengang Molekulare Biotechnologie interessiert, so schaut einfach bei der Fachschaft MoBi vorbei (http://fs-mobi.uni-hd.de/); im Folgenden werden nur die Studiengänge Bio BSc, Bio LA und MoZeBi BSc, sowie kurz der Master of Science, Molecular Biosciences erläutert.
Für den Diplomstudiengang Biologie werden seit dem Wintersemester 2005/06 keine Erstsemester mehr zugelassen. Für Hochschulortwechsler oder Quereinsteiger gibt es unter folgender Adresse noch Informationen: http://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/biowissenschaften/studium/studiengang/bio_dipl.html
Wer sich allgemein einen Überblick über alle Studiengänge in Deutschland machen will, die sich mit der Biologie oder einer ihrer Zweige beschäftigen, so lohnt sich ein Blick in den „Studienführer Biologie“ (vdbiol, 4. Auflage, Spektrum Verlag). Diese umfangreiche Hilfe kostet allerdings 25 Euro und das Buch braucht man nach seiner endgültigen Wahl wohl nicht mehr J. Weitere Informationen und auch eine kostenlose, jedoch äußerst sparsame Online-Version des Studienführers unter: http://www.vdbiol.de/content/e1/e4527/index_ger.html.
Einen Überblick über alle Studiengänge, grundlegende Informationen und wichtige Neuigkeiten zu den einzelnen Studiengängen findet ihr unter:
- - Bio BSc
- - Bio LA
- - MZB BSc
Master Molecular Biosciences
Ein Studiengang mit dem Abschluss „Master of Science, Molecular Biosciences“ hier in Heidelberg ist zur Zeit in Ausarbeitung und kann als Folgestudium nach Erwerb eines Bachelor-Abschlusses angestrebt werden. Der Master ist dreisemestrig angelegt, plus ein weiteres Semester für die anschließende Masterarbeit. Nach einem grundlegenden 1. Mastersemester werden Spezialisierungen (Major) auf unterschiedliche Fachgebiete möglich sein. Der Schwerpunkt wird hier auf den Fächern Molekular- und Zellbiologie liegen, welche im 1. Mastersemester (zusammen mit Biochemie) ausschließlich gelehrt werden. In den darauf folgenden Semestern muss sich jeder Student für seinen eigenen „Major“ entscheiden.
Bewerbung & Auswahlverfahren für BSc und LA
Die Bewerbung um einen Studienplatz für die Studiengänge Biologie BSc und Molekulare Zellbiologie BSc sowie für Biologie Lehramt erfolgt direkt an der Universität Heidelberg. Das Bewerbungsverfahren über die ZVS (Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) galt bis zum WS 2004/05 für den Diplom-Studiengang Biologie. Da dieser in Heidelberg jedoch im Rahmen des Bologna-Prozesses durch den Bachelor-Studiengang abgelöst wurde, erfolgt die Studienplatzvergabe nun direkt an der Hochschule. Gleiches gilt auch für MoZeBi BSc und Biologie Lehramt. Grundsätzliches ist unter http://www.uni-heidelberg.de/fakultaeten/biowissenschaften/studium/studiengang/ zu erfahren, siehe dort unter „Informationen zu den einzelnen Studiengängen“. Der Abischnitt ist von der Anzahl der Bewerber sowie vom jeweiligen Bachelor (Bio oder MoZeBi) abhängig.
NC
Den berühmt-berüchtigte Schnitt, den man mindestens haben sollte, lag in den vergangenen Jahren für den Bachelor Molekulare Zellbiologie bei ca 1,4, für den Bachelor Biologie bei ca.1,9. Das ist jedoch von Jahrgang zu Jahrgang immer ein bisschen unterschiedlich, wenn man nicht sehr viel schlechter ist, lohnt sich eine Bewerbung eventuell trotzdem. Zudem wird den Noten in Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Englisch besondere Beachtung geschenkt. Die Fachschaft kann Euch leider auch nicht sagen, wie der NC aktuell ausfallen wird. Als kleine Orientierung: in den letzten Jahren hatte kein Anfänger einen "schlechteren" Abischnitt als 2,0. Trotzdem solltet Ihr Euch bewerben, wenn Ihr wirklich Biologie hier studieren wollt - es kann sein, dass Ihr im Nachrückverfahren Glück habt. Aber habt in diesem Fall unbedingt einen Plan B im Hinterkopf!
Vorstellungsgespräche
Ab dem Wintersemester 2007 gibt es bei den Studiengängen Biologie Bachelor und Molekulare Zellbiologie keine Vorstellungsgespräche mehr. Die Studienplätze werden ab diesem Jahr nur noch über den Abiturdurchschnitt, sowie die Noten in den Naturwissenschaften Biologie, Chemie, Mathematik oder Physik und der Fremdsprache Englisch vergeben. Einen kleinen, wenn auch sehr geringen Bonus bringt eine abgeschlossene Berufsausbildung als BTA, oder CTA. Sonstige Motivation oder Praktika bringen keinen Bonus mehr.
abgeschlossene Berufsausbildung
Eine abgeschlossene Berufsausbildung zur/zum BTA, CTA oder PTA bringt einen kleinen Bonus bei der Bewerbung. Andere Ausbildungsberufe werden im Rahmen des Auswahlverfahrens nicht berücksichtigt.
Wartezeit
Nach Vorabquoten für außergewöhnliche Härte, Ausländer, Zweitstudienbewerber werden die verbleibenden Studienplätze vergeben und zwar 90 % aufgrund eines Auswahlverfahrens und 10 % nach Dauer der Wartezeit. Bei ca. 120 Anfängern im Jahr wird daher ca. 1 Platz über Wartezeit vergeben. Wartezeit ist die Zeit vom Erwerb des Abiturs (der Hochschulzugangsberechtigung) bis zur Bewerbung – abzüglich der Zeit, in der jemand an einer deutschen Hochschule immatrikuliert war. Die Wartezeit wird in Halbjahren gezählt.
Bewerbung für nächstes oder übernächstes Jahr
Es ist nicht möglich sich für einen anderen als den aktuellen Jahrgang zu bewerben. Die Unterlagen werden nicht ein oder mehrere Jahre gebunkert oder im Voraus bearbeitet. Bewerben kann man sich nur innerhalb der offiziellen Bewerbungsfristen für den jeweils nächsten Anfängerjahrgang oder das nächste Semester bei Hochschulwechslern.
Anfänger und Abbrecher
Insgesamt fangen in Heidelberg jedes Jahr etwa 160 Bio-Erstis an, davon 90 als Bio Bachelor, 30 als MoZeBis und 40 als Lehrämtler. Wer abbricht tut das meist innerhalb des ersten Jahres, wobei der häufigste Grund ist, dass das Studium doch nicht das ist, was man sich darunter vorgestellt hatte. Gerade in den ersten beiden Semestern machen die Nebenfächer (Mathe, Chemie, Physik) einen großen Teil des Studiums aus, da muss man einfach durch, denn rein "biologisch" wird es erst ab dem 3. Semester. Man sollte die Nebenfächer (vor allem die organische Chemie) auch nicht unbedingt auf die leichte Schulter nehmen - meisten unfreiwilligen Abbrecher sind nicht an den biologischen Fächern gescheitert.
Auslandsemester
Sind laut Prüfungsausschuss erwünscht, werden aber nicht direkt angeboten, d.h. man muss sich selber darum kümmern. Ein Auslandssemester noch vor dem Bachelor-Abschluss ist möglich, jedoch ist die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen nicht immer einfach und wird sehr unterschiedlich gehandhabt. Lediglich im fünften Semester ist es möglich ohne Verzögerung im Studienplan ein Auslandssemester zu machen, man sollte sich jedoch darauf einstellen einige Module ins vierte Semester vorzuziehen. Ein weiteres, jedoch eher kleines Problem ist, dass viele Veranstaltungen nur einmal pro Jahr angeboten werden, also entweder schon im dritten Semester machen oder drauf verzichten.
Der Master-Studiengang ist zwar auch sehr verschult und lässt weniger Spielraum für ein Auslandspraktikum als der alte Diplom-Studiengang, jenes lässt sich aber dennoch einrichten, auch wenn man evt. erneut mit Verzögerungen in seiner Studienlaufbahn rechnen muss. Es gibt einige Organisationen und Programme, wie z.B. ERASMUS, die bereits bestehende Austauschprogramme mit anderen Universitäten etabliert haben, so dass ein Großteil der Austauschstudenten diese Möglichkeiten wahrnehmen. In der Biologie werden oft englischsprachige Länder bevorzugt, wobei die meisten Studenten die britischen Inseln besuchen. Viele Heidelberger Biologen sind auch an den Universitäten von Uppsala und Umea in Schweden anzutreffen. Lehrämtler mit einer Sprache als zweitem Fach reisen oft in das jeweilige Land des Zweitfaches um dort die Sprache zu erlernen, wobei die Biologie dann meist (bewusst) für ein Semester ausgelassen wird. Natürlich können auch Lehrämtler Auslandssemester mit biologischem Schwerpunkt wählen, ganz nach eigenem Interesse.
Seit kurzem gibt es ein Austauschprogramm mit dem Karolinska Institut in Schweden und der Universität Leiden in den Niederlanden. Hier sollen die Module im Ausland so angeboten werden, dass man diese als Heidelberger Student auf jeden Fall komplett angerechnet bekommt. Da das Programm jedoch ganz neu ist, gibt es dazu leider unsererseits noch keine Erfahrungen. Das Konzept dieses Programmes ist jedoch sehr gut.
Eine weitere Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes ist die Absolvierung eines Auslandspraktikums in einer Forschungseinrichtung oder an einer Universität für einige Wochen oder Monate. Diese Praktika müssen jedoch komplett selbstständig akquiriert werden, hier gibt es keine Hilfe von Seite der Uni. Solch ein Praktikum kann als ordentliches Praktikum für den weiteren Studienverlauf angerechnet werden, falls es bestimmte Voraussetzungen erfüllt (nähere Informationen sind jeweils beim zuständigen Koordinator der Majors zu erfahren). Meistens sind mindestens 6-8 Wochen üblich, da dann das Praktikum möglicherweise als HP-L (Laborpraktikum) angerechnet werden kann und sich weniger Zeit im Ausland kaum lohnt. Manche Firmen bieten auch Praktikumsplätze für Studenten an die ein halbes Jahr dauern, z.T. auch bezahlt.
Heidelberg
Die Stadt Heidelberg ist nicht nur im Inland als Inbegriff der Romantik bekannt, sondern gilt auch im Ausland als lohenswertes Reiseziel, was hauptsächlich an dem Besuchermagneten Heidelberger Schloss liegt. Demzufolge sind Horden ausländischer Touristen in der Heidelberger Altstadt keine Seltenheit, vor allem Gäste aus den USA und Asien fragen oft nach dem Weg oder lassen sich von Studenten fotografieren.
Die Universität Heidelberg ist die älteste Universität auf deutschem Boden (gegründet 1386) und gilt allgemein als sehr renommiert (zur weiteren Wertung siehe Spezialisierungen). Die Uni HD ist heutzutage über die ganze Stadt verteilt, mit zwei Ballungsbereichen: in der Altstadt liegen die Geistes-, Sprach- und Sozialwissenschaften und im Stadtteil Neuenheimer Feld (meist abgekürzt als INF für im Neuenheimer Feld) sind die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Geographie, Geologie, Mathematik, Pharmazie und Physik) sowie die Medizin (Human- und Zahnmedizin) und Sportwissenschaften (auf den Olympiastützpunkten weiter nördlich) vertreten. Zudem hat sich ein kleiner Trupp des Südostasieninstitutes ins „Feld“ verschlagen. Als Biologe (egal welchen Studiengangs) hält man sich ausschließlich im Feld auf, LA müssen je nach zweitem Fach noch in die Altstadt pendeln. Die Lehr- und Forschungsgebäude der Biologie sind wiederum über den ganzen Campus des Neuenheimer Feldes verteilt. Im ersten Semester werdet ihr euch hauptsächlich in folgenden Instituten aufhalten: Heidelberger Institut für Zoologie (HIZ, INF 230), Heidelberger Institut für Pflanzenwissenschaften (HIP, INF 360), Hörsaalzentrum Chemie (INF 252), Hörsaalzentrum Physik (INF 308), sowie für die Übungsgruppen im Institut für angewandte Mathematik (INF 294) und im Kirchoff-Institut für Physik (KIP, INF 227). Des Weiteren findet man sich häufig im Universitätsrechenzentrum (URZ, INF 293), in der Universitätsbibliothek (UB, INF 368) oder in der Zentralmensa (INF 304) wieder. Durch die Präsenz weiterer renommierter Forschungsinstitute, die nicht der Uni angehören, aber zum Teil auf dem Uni-Campus zu finden sind, wird der Schwerpunkt Molekular- und Zellbiologie Heidelbergs weiter aufgewertet. Hierzu zählen das dkfz (Deutsches Krebsforschungszentrum), das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung sowie das EMBL (European Molecular Biology Laboratory) und weitere Biotech-Unternehmen in Heidelberg und Umgebung.
Zudem wurden Forschungsinstitute eingerichtet, die zur Fakultät für Biowissenschaften gehören oder interdisziplinär mit anderen Fakultäten zusammenarbeiten, hierzu zählen:
- - Zentrum für Molekularbiologie Heidelberg (ZMBH, INF 280)
- - Interdisziplinäres Zentrum für Neurowissenschaften (IZN, INF 364)
- - Institut für wissenschaftliches Rechnen (IWR, INF 368)
- - Biochemiezentrum Heidelberg (BZH, INF 328)
Das Leben außerhalb der Uni zu genießen gehört natürlich auch zu den wichtigen Aspekten des Studentenlebens: Hierzu zählen zum Beispiel die kulturellen Erlebnismöglichkeiten in Heidelberg. Neben der Schlossruine, die man als Student in Heidelberg wohl mindestens einmal besuchen sollte, sind mehr als zehn Museen in Heidelberg zu finden, so bspw. das Textilmuseum oder das „Kurpfälzische Museum“. Das bekannteste Museum dürfte das Apothekermuseum im Schloss sein, direkt neben dem angeblich größten Weinfass der Welt (aber um diesen Titel streiten sich mehrere Städte…). Weitere Ausflüge sind der Studentenkarzer in der Augustinergasse und die alte Universitätsbibliothek wert, in welcher der Codex Manesse aufbewahrt wird, das bedeutendste Zeugnis mittelhochdeutscher Liederhandschrift aus den Zeiten des Hochmittelalters.
Verschiedenste Theater-, Schauspiel- und Operaufführungen bieten wie in jeder Stadt weitere Zerstreuung, Höhepunkt dürften hierbei die Heidelberger Schlossfestspiele sein, welche jeden August im Königssaal des Schlosses aufgeführt werden. Im Rahmen des Studium generale finden an der Uni Heidelberg zudem verschiedene Vortragsreihen sowohl in der Aula der Neuen Universität statt als auch die beliebten Sonntagsvorträge des zoologischen Museumsvereines
Natürlich gilt es auch in Heidelberg neben den kulturellen Einrichtungen auch anderen Vorlieben in den vielerlei Kneipen, Clubs und Discotheken zu frönen. Am bekanntesten dürfte die „Untere Straße“ in der Heidelberger Altstadt sein, in der schon Generationen von Studenten zu feiern wussten (besonders im Sommer sehr beliebt). Alle Einzelheiten des Heidelberger Nachtlebens hier aufzuzählen ginge allerdings nun zu weit, dafür gibt es ja beispielsweise die offizielle Kneipentour der Fachschaft Biologie J. Im Sommer trifft man sich ebenfalls an / auf der Neckarwiese, einem großen Grünstreifen entlang des Neckars, auf dem gegrillt, gefeiert, gebadet und Sport betrieben werden kann oder man sich einfach ein bisschen in der Sonne chillt.
Für die Sportbegeisterten bietet sich auf dem Gelände des Olympiastützpunktes Heidelberg und den Sportanlagen der Sportstudenten eine Vielzahl an Möglichkeiten, die auch im Rahmen des kostenlosen Hochschulsports angeboten werden. Ruderer, Kajakfahrer und sonstige können sich auf dem Neckar austoben, während es für Kletterbegabte, Wanderlustige oder Mountainbiker genügend interessante Ausflugsziele für das Wochenende am Rande des Odenwalds gibt.
Weitere besondere Ereignisse oder Veranstaltungen in Heidelberg sind
- - die Thingstättenfeier in der Walpurgisnacht zum 01. Mai: rund 15.000 Menschen, meist Studenten, wandern hoch auf den Heiligenberg und feiern an der Thingstätte eine Party in nicht-offiziellem Rahmen
- - Heidelberger Herbst: großes Volksfest in der Heidelberger Altstadt, Ende September
- - Schlossbeleuchtung: großes Feuerwerk am Schloss und von der Alten Brücke an jeweils dem ersten Wochenende in Juni, Juli und September
- - Heidelberger Schlossfestspiele, Juni-August
- - Lange Nacht der Museen im Rhein-Neckar-Dreieck zusammen mit den Städten Mannheim und Ludwigshafen
- - Heidelberger Weihnachtsmarkt mit Eislaufbahn am Fuße des Schlosses
Wohnungssuche
Heidelberg hat rund 140.000 Einwohner, wovon 33.000 Studenten sind und natürlich einen Platz mit einem Dach über dem Kopf suchen. Bei rund 4.500 neuen Studenten pro Wintersemester drängen eine Menge Wohnungssuchende auf den Markt und trotz Bemühungen des Studentenwerkes und städtischer Initiativen können nie alle Studenten abgedeckt werden. Das heißt, sobald ihr euren Zulassungsbescheid von der Uni Heidelberg erhalten habt, und hier auch studieren wollt, kümmert euch um eine Unterkunft! Neben den „klassischen“ Methoden wie Zeitungsannoncen absuchen oder Internetangebote sind die Info-Cafeterias des Studentenwerkes zu empfehlen. Sie sind jeweils in der Zentralmensa im Neuenheimer Feld und in der Triplexmensa in der Altstadt zu finden. Dort gibt es mehrere Stellwände oder Bretter mit Wohnungsangeboten. Des Weiteren nimmt das Studentenwerk Heidelberg in seinen Wohnheimen einen Teil der Studentenschaft auf. Die Wohnheime sind unterschiedlich alt, teuer und gut ausgestattet und genießen daher einen recht unterschiedlichen Ruf.
Finanzen
Nicht nur die Wohnung in Heidelberg ist teuer, auf Grund der vielen Touristen können die Preise in Kneipen, Clubs, etc. auch recht gesalzen sein. Zudem wurden ab dem WS 2006/07 Studiengebühren in Baden-Württemberg in Höhe von 500 Euro pro Semester eingeführt (alle Infos unter http://www.zuv.uni-heidelberg.de/d2/abt21/stud-geb/info_studiengebuehren_allg.htm), zusätzlich zu den momentan 90 Euro Verwaltungsgebühren und Semesterbeitrag die jeder Student pro Semester an die Uni HD überweisen muss. Wer sich auch noch ein Semesterticket kaufen will, mit welchem ihr kostenlos mit Bus und Bahn im gesamten Schienennetz des VRN verkehren dürft (Achtung: mit eurem Studentenausweis dürft ihr innerhalb bestimmter „Waben“, z.B. in den innerstädtischen Stadtteilen Heidelbergs, ab 19 Uhr kostenlos fahren!), darf man nochmals momentan 100 Euro berappen. Daher müssen die eigenen Finanzen oft noch irgendwie aufgebessert werden:
- - Geld von den Eltern: Natürlich die einfachste Alternative, geht bei vielen jedoch nicht oder zumindest nicht in ausreichendem Maße
- - Kredit: Von der Politik wurde mit der L-Bank ein Kreditrahmenmodell für Studenten ausgehandelt, das für Studenten aller Fachrichtungen offen sein soll. Ob euch die Konditionen dieses Machwerks zusagen, ist eure Sache, einen Vergleich mit den Angeboten anderer Kreditinstitute sollte man aber auf jeden Fall einholen.
- - Stipendium: Erfüllt man bestimmte Voraussetzungen wir z.B. „überdurchschnittliche fachliche Begabung“, besonderes gesellschaftliches oder politisches Engagement, bestimmte Konfessionen, etc. so kann man sich für die Stipendiatenförderung bewerben. Einen Überblick über die wichtigsten Stiftungen findet ihr unter http://www.begabtenfoerderungswerke.de
- - BAföG: kurz für Bundesausbildungsförderungsgesetz findet ihr Infos unter http://www.studentenwerk.uni-heidelberg.de, im Amt für Ausbildungsförderung der Universität Heidelberg im Marstallhof oder in den Info-Cafeterien in der Zentralmensa oder der Triplexmensa.
- - Jobben: In einer Studentenstadt wie Heidelberg gibt es natürlich vielfältige Möglichkeiten zum Jobben, allerdings suchen auch entsprechend viele Studenten nach Jobs. Das Studentenwerk hat an seinen schwarzen Brettern an den Info-Cafeterien in der Zentralmensa oder der Triplexmensa einen eigenen Bereich für solche Jobbörsen. Ansonsten müsst ihr euch natürlich selbst um solche Möglichkeiten kümmern.
Eine weitere Art um das eigene Geld aufzubessern sind Hiwi-Jobs. Hiwi steht für Hilfswissenschaftler und es gibt eine Reihe unterschiedlicher Hiwi-Arbeitsmöglichkeiten. Die meisten Biostudenten bemühen sich natürlich um Hiwi-Jobs im Bereich der Fakultät für Biowissenschaften, z.B. die Betreuung von Praktika (wenn man sie selbst schon absolviert hat), oder kleinere Jobs innerhalb der Arbeitsgruppen (Betreuung von Zellkulturen, Medien oder Puffer ansetzen, etc.), Verwaltungsjobs im Dekanat, Verantwortlicher für bestimmte Räume (CIP-Pool, zoologisches Museum, etc.), natürlich können bei entsprechender Qualifikation auch Hiwi-Verträge bei anderen Fakultäten unterschrieben werden (häufig in der Datenverarbeitung oder -auswertung) oder bei den hier ansässigen Forschungsinstituten (z.B. dkfz).
Pendeln
Mit dem Pendeln ist das so eine Sache. In der Theorie ist das Pendeln auch über größere Strecken jeden Tag hin und zurück sicherlich machbar (man könnte bspw. die Zugfahrt dann auch dazu nutzen um Sachen vorzubereiten oder um zu Lernen, fällt bei Autofahrern natürlich weg), ihr solltet allerdings bedenken:
- - in den ersten beiden Semestern habt ihr jeden Tag um 08.15 Vorlesung (1. Semester Anorganik, 2. Semester Organik), d.h. bei ihr müsstet da entweder sehr früh aufstehen oder die kompletten Chemie-Vorlesungen eures Studiums sausen lassen, was zumindest bei Chemie wirklich nicht zu empfehlen ist
- - im ersten Semester (und in folgenden Semestern auch J) seid ihr zum Teil an manchen Tagen in der Woche bis 18 Uhr oder später an der Uni (Pflichtpraktika GP-A Zoologie und Botanik). Falls ihr noch ein spätes Seminar belegt oder Tutorien oder Vorlesungen besucht, kommt ihr noch später wieder nach Hause, der Tag ist somit hinüber
- - nicht zu unterschätzen ist der auch der "kommunikative Faktor". Als Erstsemester kennt man wahrscheinlich niemanden im Semester, so dass abendliche Kneipentouren, Partys, Chillen auf der Neckarwiese oder Ähnliches angesagt sind um Kontakte zu knüpfen und neue Leute kennen zu lernen. Als Pendler müsstet ihr dann entweder des Öfteren darauf verzichten oder euch jemanden zum Übernachten suchen
Sezieren im Biostudium
Wenn ihr euch für den Studiengang Bio BSc entscheidet, müsst ihr folgende Praktika absolvieren, in denen ihr mit Tieren arbeiten müsst:
- Grundpraktikum Zoologie A (1. Semester, PFLICHT) Hier lernt man die anatomischen Grundlagen. Es sind ~15 Kurse pro Semester, sprich 15 Objekte sind zu bearbeiten. Es fängt mit Protozoen (Einzellern) an und geht dann über Süßwasserpolypen (Hydra) schließlich zu den "größeren" Tieren über, bei denen dann das richtige Sezieren beginnt:
Was genau drankommt, ist immer vom Bestand der Tiefkühlfächer des zoologischen Institutes abhängig, so grob dürften es wohl sein:
Schweinespulwurm, Regenwurm, Tintenfisch, Strandkrabbe, Küchenschabe, Seestern, Chordata (nur Histologie), irgendein Fisch, Maus
- Grundpraktikum Zoologie B (2. Semester, WAHLPFLICHT, entweder B Zoologie oder B Botanik) Das B-Praktikum sind die Bestimmungsübungen. Man bekommt Dauerpräparate oder ausgestopfte Tiere und muss diese dann an Hand eines Bestimmungsschlüssels identifizieren. Das mag bei Säugetieren noch ganz leicht und witzig sein (Eichhörnchen am Stock), bei den Insekten kann es dann aber schon ganz schön kniffelig werden. Hier muss man allerdings NICHTS sezieren, die Tiere aber anfassen und näher begutachten. Wird von den meisten aber als nicht so schlimm empfunden.
- Experimentelle Physiologie (3. Semester, PFLICHT) Dieses Praktikum basiert auf dem ehemaligen C-4 Praktikum, wird zurzeit aber komplett neu überarbeitet. Bisher wurde mit lebenden Heuschrecken gearbeitet, mit denen verschiedene Versuche gemacht werden mussten. Hormone injizieren, Hämolymphe aus den Insekten extrahieren, sowie Versuche zum Bereich Muskel und Nerv, hierzu muss man die Tiere eigenhändig töten.
Für Lehrämtler gelten alle oben genannten Infos. Las müssen alle Praktika machen, im zweiten Semester auch beide GP-Bs (Botanik und Zoologie).
Als Student des Studiengangs MZB muss man nur im 1. Semester die "Grundlagen der Zellbiologie" besuchen, hier gibt es einen kurzen zoologischen Teil, 5 Nachmittage bei Hr. Braunbeck. Auch hier müssen einige Tiere seziert und weiter bearbeitet werden. Im weiteren MZB-Studienverlauf kann man so genannte Kurse besuchen, bei denen Arbeit mit Tieren dazugehört, solche Kurse sind aber Wahlpflicht, ebenso wie das Praktikum "Experimentelle Physiologie" für MZBler.
Euch sollte aber klar sein, dass auch im Bereich der Molekular- und Zellbiologie viel mit Tieren gearbeitet wird. In der Krebsforschung (am dkfz bspw.) oder am MPI für medizinische Forschung arbeitet man viel mit Mäusen, Hamstern oder Kaninchen und auch am ZMBH wird mit Versuchstieren gearbeitet. Schließlich müssen die Ergebnisse der in vitro Versuche auch irgendwann auf den ganzen Organismus übertragen und erprobt werden.
Man kann solchen Arbeiten natürlich aus dem Weg gehen, was eure Berufsaussichten aber wohl schmälern wird, denn in vielen Instituten wird mit Tieren gearbeitet (so gibt es auch botanische Institute, in dem Kaninchen gehalten werden zur Antikörpergewinnung).
Wenn ihr euch für Bio immatrikuliert müsst ihr die oben genannten Praktika absolvieren und die Arbeit an den Versuchstieren auch selbst durchführen. Neben Medizinern und Veterinärmedizinern ist es nur Biologen erlaubt, Versuche an Tieren durchzuführen, d.h. euer Abschluss als BSc Biologe/in impliziert eure Befähigung (praktische & ethische Ausbildung) mit Tieren zu arbeiten.
Die "Biologie" ist ja die "Lehre vom Leben" und manche Dozenten geben keinen Schein aus, wenn man die Arbeiten an den Versuchstieren verweigert, da das eurer späteren Berufsbefähigung zuwiderlaufen könnte.
Natürlich hat man am Anfang etwas Scheu oder sogar Ekel ein Tier aufzuschneiden und seine Anatomie zu studieren, die meisten werden so etwas bisher noch nie gemacht haben. Das geht den meisten so, aber man gewöhnt sich an alles, ihr werdet es sehen.
Wenn ihr euch wirklich nicht sicher seid, ob die Arbeit an und mit Versuchstieren für euch machbar ist, solltet ihr eure Wahl nochmals gründlich überdenken.
Fachbücher
Büchertipps zu den einzelnen Vorlesungen und Praktika sind im Vorlesungsverzeichnis der jeweiligen Studiengänge zu finden, allerdings gibt es zum Teil bessere Bücher für die jeweiligen Veranstaltungen. Nähere Infos erhaltet ihr aber dann auch während der Orientierunsgwoche Anfang Oktober von uns FSlern.
Die Bücher aber bloß nicht schon kaufen! Die meisten sind sehr teuer und man braucht sie nur für ein Semester. Achtet auf Aushänge in der Uni von älteren Semestern, die ihre alten Bücher verkaufen. Zudem gibt es fast alle Bücher in ausreichender Stückzahl in der UB (Uni-Bibliothek) zum Ausleihen. Es gibt nur sehr wenige Bücher, die man sich jetzt am Anfang kaufen sollte, zudem braucht man manche Bücher nicht durchgehend, sondern z.B. nur vor den Klausuren. Wartet mit der Bücherbeschaffung einfach bis zur Orientierungswoche oder noch später, es bleibt wirklich noch genug Zeit... Für manche Bücher gibt es auch Sammelbestellungen während des Praktikums, achtet daher auf die Aussagen der jeweiligen Dozenten.
Später, wenn ihr mehr Einblick habt und eure genauen Präferenzen kennt, könnt ihr euch immer noch genügend Fachbücher kaufen. Beachtet aber die aktuellen Auflagen der Bücher, ist die Auflage zu alt, ist das Buch womöglich nicht mehr brauchbar, Fachliteratur ändert sich nach den neuesten Erkenntnissen der Forschung!
Falls ihr aber in kommender Zeit Geburtstag oder Ähnliches haben solltet und eure liebe Verwandtschaft will euch mit ein paar Büchern für das Studium beglücken, dürften Folgende als gute Wahl gelten:
- - „Biologie“ von Neil A. Campbell, Spektrum Akademischer Verlag
- Das Buch gibt einen sehr guten allgemeinen Überblick über fast alle Themen der Biologie. Einfach geschrieben, dient im späteren Studium aber maximal als Einstieg in die Fachliteratur (100 Euro)
- - „Molekularbiologie der Zelle“ von Bruce Alberts, Wiley-VCH Verlag
- DAS Standardwerk der Zellbiologie und für die Grundlagen der Molekularbiologie (120 Euro). Das Buch heißt auch der „große Alberts“, es gibt auch einen „kleinen Alberts“: „Lehrbuch der molekularen Zellbiologie“, ist eine Sparversion für 70 Euro, die sich nicht lohnt. Macht euch jedoch Gedanken, ob ihr euch nicht die englische Ausgabe des Alberts` besorgt, heißt „The Cell“ und kostet rund 20 Euro weniger als die deutsche Ausgabe „Molekularbiologie der Zelle“. Später werdet ihr so oder so englische Fachliteratur benutzen und benötigen. Bei NCBI findet man auch eine kostenlose Onlineversion der älteren, vierten Auflage.
- - „Molekulare Zellbiologie“ von Harvey Lodish, Spektrum Akademischer Verlag
- Vergleichbar mit dem Alberts, ist Ansichtssache welches der beiden Bücher man für besser befindet, der Lodish ist mit 40 Euro jedoch deutlich billiger
- - „Molekulare Genetik“ von Rolf Knippers, Thieme Verlag
- Deckt den molekularbiologischen Teil ab, der dem Alberts und dem Lodish fehlt (50 Euro)
Wie gesagt, der Kauf der Bücher am Anfang des Studiums ist nicht notwendig!
Ausstattung
Als angehender Biologe braucht ihr neben eurem Köpfchen noch gewisses Handwerkszeug. Hierzu zählen:
- - Labormantel:
- Wird für die chemischen Praktika (Anorganik & Organik) sowie für die „Methoden der molekularen Zellbiologie“ und „Experimentelle Physiologie“ benötigt, seit Neuestem auch für das GP-A Botanik. Darüber hinaus bei allen weiteren Kursen und Hauptpraktika. Kauf ist also Pflicht.
- Erwerb: Entweder bei der Fachschaft Chemie (~15 Euro), FS Medizin oder bei sonstigen Geschäften, die Labormaterialien vertreiben (z.B. Firma Eiermann in HD, da gibt es auch qualitativ sehr hochwertige Mäntel, die kosten dann aber bis zu 40 Euro).
- - Sezierbesteck:
- Benötigt für die Grundpraktika Zoologie / Botanik oder "Einführung in die Zellbiologie". Ein komplettes Set inklusive Rasierklingen und Stecknadeln, die früher extra gekauft werden mussten, wird von der FS Bio während des Erstemesterfrühstücks verkauft. Einzelne Bestandteile wie Objektträger, Deckgläser, etc. können bei der FS Bio oder FS Medizin nachgekauft werden.
Notwendig nur für GP-B Zoologie:
- eine Federstahl-Pinzette für den schonenden Umgang mit den Dauerpräparaten
Notwendig nur für das GP-B Botanik:
- Klapplupe zur besseren Sicht
Taschenrechner:
- Hier reicht euer Schulrechner vollkommen aus. In den meisten Prüfungen dürfen sowieso keine Taschenrechner verwendet werden, hier muss alles im Kopf (oder auf einem Blatt Papier) gerechnet werden. Für die Übungen zu den Vorlesungen reicht ein Standard-Normalrechner ebenfalls vollkommen.
Noch Fragen?
Habt ihr noch mehr Fragen oder ist etwas nicht ausreichend beantwortet worden? Dann schreibt uns entweder eine Mail an fsbio@uni-hd.de oder postet eure Frage im Forum auf der Homepage, entweder unter „Aktuelles“ oder in der „Ersti-Zone“.
Stand 10/06 - Fabian

